Jeder von uns stößt täglich CO₂ aus und hinterlässt einen ökologischen Fußabdruck. Wie groß dieser ist, hängt zum Beispiel vom persönlichen Ess- oder Konsumverhalten ab. Aber auch das tägliche Fortbewegen hat großen Einfluss auf unsere Umwelt. Es ist nachvollziehbar, dass viele den ersten Schritt vermeiden – oft wird angenommen, dass zum Zwecke der Nachhaltigkeit das ganze Leben plötzlich umgeschmissen werden muss. Allerdings können schon Kleinigkeiten dazu beitragen, unseren Planeten zu entlasten. Besonders erfreulich ist es dann, wenn nicht nur der Umwelt geholfen wird, sondern auch dem eigenen persönlichen Wohlbefinden.

✔️Unsere Tipps für den nachhaltigen Weg zur Uni und zum Studi-Job

  1. Einfach mal zu Fuß gehen

Natürlich bietet es sich für viele an, den Weg zur Arbeit oder Uni einfach zu Fuß zu gehen. Bei einem Spaziergang nimmt man die Umwelt sofort intensiver wahr. Außerdem fördern Bewegung und Sauerstoff die Durchblutung des Gehirns und sorgen so dafür, dass Informationen viel besser aufgenommen und verarbeitet werden können. Hier nachhaltig zu handeln bedeutet, etwas für die eigene Gesundheit zu tun und sich gleichzeitig eine ideale Basis für einen Tag voller Lernen und Arbeiten zu schaffen.

       2. Besonders sportlich mit dem Fahrrad

Wenn die Distanz zwischen Haus und Ziel doch zu groß ist, bietet es sich an, auf das Fahrrad als Transportmittel zurückzugreifen. Fahrradfahren ist gesund für Herz und Kreislauf, da es die Durchblutung fördert und somit das Herz entlastet.  Es ist ebenso ein Sport, der die Gelenke schont, während der Körper trotzdem viele Kalorien verbrennt. Wer die Stille und Entspannung eines Spaziergangs genießt, wird feststellen, dass auch beim Radfahren die Gedanken wandern können und so der Geist entspannen kann. Vor allem fällt das zur Ruhe kommen am Abend nach einer Radtour viel leichter und so kann der Mensch seine durchschnittlich benötigten 7 bis 8 Stunden Schlaf besser bekommen.

      3. Mit Elektro nachhaltig ans Ziel

Sollte das Fahrradfahren nicht in Erwägung gezogen werden, weil die Strecke etwa zu hügelig ist, wäre die Anschaffung eines E-Bikes die perfekte Alternative. Mit diesen lassen sich leichter und schneller größere Distanzen zurücklegen. Der Motor unterstützt nach Bedarf bis zu 25 Kilometer pro Stunde und eine höhere Geschwindigkeit kann durch das Treten der Pedale erreicht werden. Trotz elektrischer Unterstützung kann man seine tägliche Portion Bewegung schon bekommen, bevor man Stunden auf dem Bürostuhl oder in der Vorlesung sitzt. Weitere, immer beliebtere Transportmittel mit Elektro-Motor sind E-Scooter. Diese sind meist günstiger als E-Bikes und haben eine Reichweite von 20 bis 30 Kilometern. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit ist zwar niedriger als bei E-Bikes, jedoch bringen E-Scooter den Vorteil, dass sie leicht und kompakt sind und somit ohne Probleme auch in Bussen und Bahnen zu transportieren sind, wenn man auf dem Rückweg zum Beispiel mal vom Unwetter überrascht wird. Was Elektro-Alternativen heutzutage so attraktiv macht, sind die zahlreichen Leihangebote. Wer mit dem Gedanken spielt, sich ein E-Bike oder einen E-Scooter anzuschaffen, kann zum Ausprobieren erst einmal ein Rad leasen oder mit einer App Scooter-Stationen im Wohnort ausfindig machen und so Rad oder Roller für einen bestimmten Zeitraum entleihen.

      4. Oder doch mit Bus und Bahn

Eine Möglichkeit, die normalerweise in der einen oder anderen Variante zur Verfügung steht, sind öffentliche Verkehrsmittel. Vor allem Universitäten sind meist mit mehreren Bus- und Bahnlinien zu erreichen und machen den nachhaltigen Weg zu den Vorlesungen und Seminaren so besonders zugänglich.  Wessen Anbindung zu öffentlichen Verkehrsmitteln nicht reicht, um die volle Strecke auf diese Weise zu bewältigen, kann die Nutzung von Park & Ride Parkplätzen in Erwägung ziehen. So kann wenigstens ein Teil des CO₂- Verbrauchs vermieden werden.

     5. Gemeinsam nachhaltig handeln

Wer von keinem der bisher aufgeführten Vorschläge begeistert ist, aber dennoch einen nachhaltigeren Weg zur Arbeit beschreiten möchte, kann die Gründung einer Fahrgemeinschaft in Erwägung ziehen. Dazu können Arbeitskollegen oder Mitstudierende aus dem nahen Umfeld angefragt werden. Außerdem gibt es heutzutage auch viele Apps und Internetportale, auf denen Interessenten an einer Fahrgemeinschaft zusammenfinden können.

Nachhaltige Mobilität für Studierende

Im Bereich der Fortbewegung ist das Autofahren nach wie vor die meistgenutzte Transportweise. Doch mit einem wachsenden Bewusstsein für Umweltschutz gewinnen auch sportliche Alternativen wie Fahrradfahren, E-Bikes und E-Scooter immer mehr an Popularität. Der Weg der Nachhaltigkeit ist immer häufiger ein gemeinsamer, denn öffentliche Verkehrsmittel und Fahrgemeinschaften werden bereits öfter in Erwägung gezogen. Wichtig ist vor allem, sich vor Augen zu halten, dass eine Umstellung nicht von einem Moment auf den nächsten passieren muss, sondern ein Prozess sein kann. Selbst, wenn zum Beispiel nur ein paar Tage im Monat zum Fahrrad statt zum Autoschlüssel gegriffen wird oder eine Fahrgemeinschaft für einen Tag der Woche entsteht, ist dies ein wichtiger Beitrag.

 

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