Wie aus Absichtserklärungen erfolgreiche Projekte werden können

Bessere Noten, gesündere Ernährung, früher mit den Hausarbeiten anfangen, mit dem Rauchen aufhören – Du kennst das. Wenn der Jahresendspurt auf Hochtouren läuft und die Silvesterparty ihre Schatten vorauswirft, tauchen sie auf: die guten Vorsätze für das kommende Jahr des Studiums. Spätestens mit den Glockenschlägen um Mitternacht wird laut und deutlich klargestellt, was alles besser werden soll. Nicht nur im Studium, sondern auch im Privatleben und im Job.

Je nach Situation und Charakter können die Pläne sehr unterschiedlich ausfallen. Häufig spielt Zeit eine Rolle: Du nimmst Dir vor, frühzeitig mit dem Lernen anfangen, Dich rechtzeitig auf ein neues Projekt vorzubereiten, pünktlich aus den Federn zu kommen, um die Vorlesung nicht wieder zu verpassen, Dich früh genug um einen Job für die Semesterferien zu kümmern, regelmäßig deinen Schreibtisch in Ordnung zu bringen, bevor die Suche nach wichtigen Unterlagen länger dauert als die Aufgabe selbst… die Liste kann endlos fortgeführt werden.

Gute Vorsätze im Studium: die offensichtliche Chance des Neustarts

Grundsätzlich ist es nachvollziehbar und richtig, Bilanz zu ziehen, wenn etwas endet. Und auch wenn das Jahresende nicht mit dem Semesterende zusammenfällt: Es ist nie zu früh, sich gute Pläne zu machen. Zu erkennen, was gut gelaufen ist – und was weniger gut. Sich vorzunehmen, bestimmte Dinge künftig anders anzugehen. Auch, weil man sich manchmal einfach selbst im Weg steht und man sich eine Menge Stress hätte ersparen können, hätte man die Dinge nur rechtzeitig angepackt. Doch, und das kennst Du vermutlich auch, bleibt es nicht selten bei den guten Vorsätzen. Einige Wochen nach der Anmeldung im Fitnessstudio tauchst Du nur noch in der Kundenkartei auf und nicht mehr an den Sportgeräten – gerade bei Studentinnen und Studenten ist das auch für den Geldbeutel schmerzhaft. Das Chaos auf dem Schreibtisch wird nicht weniger. Und in der vorlesungsfreien Zeit musst Du doch wieder auf den letzten Drücker den Job annehmen, der Dich beim letzten Mal schon genervt hat.

Vorsätze wirklich umsetzen: Schon einfache Tipps können viel bewirken

Dass es bei den guten Vorsätzen bleibt, kann verschiedenste Gründe haben. Doch oft sind es tatsächlich ganz einfache Tricks und Techniken, die zum Erfolg führen und aus den guten Vorsätzen gelungene Projekte machen. Einige Tipps haben wir für Dich gesammelt.

🔊 Sei konkret!

Du hast Dir vorgenommen, „im Beruf den nächsten Schritt zu machen“? Du willst Dir „rechtzeitig einen neuen Job suchen“? Prima. Aber was heißt das genau? Wie kann der nächste Schritt konkret aussehen? Wann ist der beste Zeitpunkt, um sich den richtigen Job an Land zu ziehen? Im Idealfall eine Tätigkeit, die Dir neben Geld auch Praxiserfahrung für dein Studium bringt? Entscheide Dich, was Du wirklich willst, formuliere Deine Ziele so konkret wie möglich und setze Dir eine Frist!

🔊 Bleib realistisch!

Nichts gegen ambitionierte Ziele – aber sie sollten schon realistisch gesteckt sein. Ein besserer Notendurchschnitt im nächsten Semester kann ein gutes Ziel sein, Jahrgangsbester zu werden kann nicht für jeden klappen. Mit jedem verpassten Ziel verpasst Du auch ein Erfolgserlebnis, das Frustpotential steigt. Das funktioniert aber auch andersherum, also:

🔊 Setz Dir Etappenziele!

Je komplizierter oder umfangreicher Dein Projekt ist, desto sinnvoller kann es sein, Zwischenschritte einzubauen. Ein Beispiel dafür: Schreibe Dir schon zu Beginn des Jahres einen Lernplan für die nächste Prüfungsphase (und nicht erst eine Woche davor).  Diese Ziele erscheinen dann nicht mehr so schwer erreichbar. Und mit jedem erreichten Etappenziel sammelst Du ein weiteres Erfolgserlebnis. So steigt die Motivation und das Frustpotenzial sinkt. Funktioniert zum Beispiel auch bei Deiner Abschlussarbeit.

🔊 Belohne Dich!

Apropos Etappenziel: Wenn Du auf Deiner To-do-Liste den nächsten Haken setzt, gönn Dir eine Belohnung! Ein entspannter Abend mit einem spannenden Roman in der Badewanne, ein leckeres Essen oder ein Besuch im Kino – was immer Dir guttut, gibt Dir Energie für die nächsten Schritte.

🔊 Nutze Deine Möglichkeiten!

Selbstorganisation. In allen Lebenslagen ein wiederkehrendes Thema, vor allem in Studium und Beruf. Oft ist es so: Je mehr Freiheiten Du hast, desto mehr Disziplin brauchst Du. Oder praktikable Techniken. Bist Du der visuelle Typ? Erstelle Listen, Mindmaps, Schemata. Bist Du der vergessliche Typ? Stelle Dir wiederkehrende Erinnerungen ins Smartphone oder Tablet, kleb Dir Zettel an den Kühlschrank. Internet und Buchhandlungen halten unzählige Lern- und Arbeitstechniken bereit. Wichtig: Nutze die Hilfsmittel, die zu Dir und Deinem Projekt passen!

🔊 Nimm Dir Zeit für Dich!

Wenn Du konzentriert arbeiten und etwas schaffen willst, blocke Dir Zeit für Dich und Dein Projekt. Schirm Dich ab, leg das Handy weg, lass Dich nicht ablenken. Konzentrier Dich auf die Aufgabe, die Du Dir vorgenommen hast. Und nein, es ist gerade nicht wichtiger, das Bad zu putzen.

🔊 Nutze Dein Netzwerk!

Du hast ein Problem und weißt nicht weiter? Im Studium oder im Job? Privat? Der Austausch mit Freunden, Kollegen und Fachleuten kann immer helfen. In den seltensten Fällen bist Du der erste Mensch, der vor diesem Problem steht. Die meisten Dinge hat jeder schon einmal erlebt. Wie sind Menschen aus deinem Umfeld mit dieser Herausforderung umgegangen?

Was tun, wenn es wirklich ernst wird?

Klar: Es ist total normal, dass die ersten guten Vorsätze, die man sich für das nächste Jahr des Studiums vorgenommen hatte, schon in der dritten Kalenderwoche verpuffen. Das ist oft nicht schlimm, kann aber auch zu einer echten Belastung werden. Die Aufgaben drängen, Du gibst Dir die größte Mühe, aber trotzdem rückt das Erreichen deiner Ziele in immer weitere Ferne? Deine guten Vorsätze verpuffen und sämtliche Tipps, Tricks und Techniken bleiben wirkungslos? Das ständige Aufschieben deiner Projekte wird zum Problem und gefährdet deine Ziele im Studium? Stichwort: Prokrastination? Du bist kurz davor, dein Studium abzubrechen? Deinen Job hinzuschmeißen?

Auch damit bist Du garantiert nicht alleine. Und möglicherweise schadet es nicht, sich nach professioneller Unterstützung umzuschauen. Auch hier ein kleiner Tipp: Die Prokrastinations-Ambulanz der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster beispielsweise bietet Diagnostik, Beratung und bei Bedarf Therapie bei Prokrastination, also bei pathologischem Aufschiebeverhalten. Auf der Webseite kannst Du einfach mal einen Selbsttest machen: Hier geht es zu Webseite.

Der Vorsatz-Klassiker: Endlich einen guten Studentenjob finden!

Der perfekte Studi-Job ist ein Klassiker unter den guten Vorsätzen: Nächstes Jahr werden Berufserfahrung und fleißiges Studium endlich vereint! Oder doch nicht?

Damit das dieses Jahr wirklich klappt, sind wir an Deiner Seite. Wir können nicht bei allen guten Vorsätzen unterstützen – aber ein gutes Gleichgewicht zwischen Job und Studium hilft eigentlich bei allem, was Du Dir für das neue Jahr vornimmst. Gemeinsam mit uns findest Du flexible Nebenjobs im Studium, die zu Dir und Deinem Leben passen.

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Bildnachweis: Adobe Stock, Look!